Hypovitaminose

Der Fachbegriff für Vitaminmangel ist Hypovitaminose. Dabei handelt es sich um Krankheiten und Beschwerden, die durch einen Mangel an Vitaminen entstehen. Die Hypovitaminose ist von der Avitaminose zu unterscheiden. Darunter versteht man das nahezu vollständige Fehlen bestimmter Vitamine, wie es zum Beispiel beim Skorbut der Fall ist (Vitamin C Avitaminose).

Bei der Hypovitaminose entstehen durch die mangelnde Zufuhr von Vitaminen Stoffwechselstörungen mit typischen Krankheitserscheinungen.

Immerhin: Beschwerden, die sich in Folge eines Vitaminmangels auftreten, bilden sich meist vollständig wieder zurück. Es gibt aber Ausnahmen, gerade wenn ein Mangel in Kindesalter auftritt oder ein Ungeborenes betrifft (Folsäure-Mangel).

In unseren Industrieländern sind akute Vitaminmangelkrankheiten eher sehr selten geworden.

Isoliert kommt lediglich der Vitamin-B12-Mangel vor; eine allgemeine Folsäure-Minderversorgung führt in Deutschland (im Gegensatz zu inzwischen 60 anderen Staaten) bei einer Anzahl von Geburten zu Neuralrohrdefekten. Alle anderen Vitaminmangelzustände sind bedingt durch Fehlernährung, Resorptionsstörungen, Schwangerschaft, Krankheit oder bedingt durch Schäden, die infolge medizinischer Eingriffe iatrogen entstanden sind.