Welche Vitamine kann der Körper speichern? Vitaminreserven beugen Vitaminmangel vor

Wie lange kann eigentlich unser Körper Vitamine speichern? Rutsche ich direkt in einen sichtbaren Vitaminmangel, wenn ich mich zwei, drei Tage ungesund ernähre? Welche Vitamine können von unserem Körper wie lange gespeichert werden?

Welche Vitamine gibt es?

Grob werden Vitamine in zwei Gruppen unterteilt:

  • In fettlösliche Vitamine.
  • In wasserlösliche Vitamine

Diese beiden Gruppen unterscheiden sich in der Art der Aufnahme durch unseren Körper und darin, wie lange diese wichtigen Nährstoffe von diesem auch gespeichert werden können.

Fettlösliche Vitamine – dauerhafte Reserve

Damit unser Körper fettlösliche Vitamine aufnehmen kann, benötigt er eben Fett (besonders gut geeignet sind natürlich hochwertige Öle).

Zu den fettlöslichen Vitalstoffen gehörten die Vitamine A, D, E und K.

Zwar ist die Aufnahme durch Öl oder Fett bei diesen Vitaminen etwas komplizierter, dafür kann sie unser Körper aber auch besonders gut speichern:

Vitamin E kann bis zu drei Jahre in unserem Körper bleiben.

Vitamin A bringt es auf zwei Jahre Speicherdauer.

Vitamin D bleibt gut vier Monate. Damit ist es möglich, im Sommer (unser Körper kann eben auch durch Sonnenlicht Vitamin D selbständig herstellen) durch die Sonne Vitamin D auf Vorrat zu tanken.

Übrigens: Bei Risikogruppen und auch ältere Menschen, Säuglingen und Schwangeren sind die Vitaminreserven meist schneller aufgebraucht, da sie eben auch mehr Vitamine benötigen.

Wasserlösliche Vitamine

Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählt das Vitamin C und die Vitamine der B-Gruppe. Diese können von unserem Körper nicht gut gespeichert werden und müssen ständig nachgeliefert werden. Isst man zwei, drei Tage kein Vitamin C, zeigt sich dieser Vitamin-C-Mangel zwar nicht gleich in Skorbut, aber häufig eben in einer ungesund aussehenden Haut. Zu dem werden die körpereigenen Abwehrkräfte geschwächt. Bis sich Skorbut (eine Folge von dauerhaften Vitamin-C-Mangel) bemerkbar macht, es vier bis sechs Wochen dauern. Siehe auch Vitaminmangelkrankheit.

Immerhin haben die wasserlöslichen Vitamine einen sehr großen Vorteil gegenüber den fettlöslichen Vitaminen: Sie lassen sich nicht überdosieren, zumindest nicht über die Nahrung (Essen wie Trinken). Denn ein zu viel an diesen Vitaminen wird von unserem Körper einfach wieder ausgeschieden.

Wie zeigt sich Vitaminmangel?

Ein Vitaminmangel kann sich übrigens unterschiedlich äußern. Typische Symptome für Vitaminmangel sind zum Beispiel stumpfe Haare, trockene Schleimhäute und Hautveränderungen wie trockene oder schuppige Haut. Statt auf Pillen, Tabletten oder wasserlösliche Tabs zurückgreifen reicht, zumindest gesunden Menschen, das abwechslungsreiche Essen von Obst, Gemüse und vollwertigen Lebensmitteln aus, um die Vitaminreserven aufrecht zu erhalten. Es ist allemal besser, Vitamine durch gesundes Essen und Trinken zu sich zu nehmen, denn gerade in Obst und Gemüse sind wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die ebenfalls wichtige Funktionen übernehmen und sich eben nicht in Tabletten, Billen oder Brausetabs wiederfinden. Natürlich gibt es Ausnahmen, Veganer werden Vitamin B12 substituieren, Schwangere Frauen Folsäure.

Faustregel für eine gute Versorgung mit Vitaminen und volle Vitaminreserven

Als Faustregel gilt: Essen Sie täglich mindestens eine Handvoll Obst und zwei Handvoll Gemüse. Das versorgt Ihren Körper mit vielen Vitaminen.

Zum Weiterlesen: Empfohlene Vitaminmenge pro Tag.

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